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17 Juli 2020

Die europäische Abgasnorm Stage V: Man hört viel darüber, aber was ist es jetzt genau? Für wen ist sie interessant? Und warum eigentlich? Wenn du den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr siehst: Boels hat 5 Fakten und 5 Mythen für dich aufgelistet:

FAKTEN

  1. STAGE V IST OBLIGATORISCH Ja. Nur für Motorenhersteller im NRMM-Sektor (Non-Road Mobile Machinery). Sie sind seit 1.1.2020 verpflichtet, saubere Motoren zu bauen, die weniger Schadstoffe ausstoßen.

  2. AUCH ALTE MOTOREN DÜRFEN NOCH VERWENDET WERDEN Ja. Hersteller dürfen bis zum 30.6.2020 Übergangsmotoren (bis 56 kW und ab 130 kW) produzieren und diese bis zum 31.12.2020 verkaufen. Dasselbe gilt 2021 für Maschinen von 56 bis 130 kW. 

  3. STAGE V IST TEUER Ja. Maschinen mit Stage V sind im Allgemeinen teurer in der Anschaffung und sie verbrauchen etwas mehr Diesel. Darüber hinaus muss bei praktisch allen Maschinen AdBlue hinzugefügt werden, um die Stickoxidemissionen (NOx) zu senken. AdBlue ist ein Gemisch aus entmineralisiertem Wasser und Ureum. Durch Einspritzen in das Abgas erfolgt eine Umwandlung des größten NOx-Anteils in Stickstoff und Wasserdampf. Vor allem Aggregate und Kompressoren verbrauchen viel AdBlue.

  4. STAGE V IST DER LETZTE SCHRITT Ja. Die strengeren Umweltanforderungen für Dieselmotoren wurden seit 1996 schrittweise eingeführt, und Stage V ist der letzte Schritt. Die Entwicklung alternativer Kraftstoffe und noch weniger umweltbelastender Maschinen ist jedoch in vollem Gange! Hierbei geht es zum Beispiel um elektrische Maschinen (mit Akku) und wasserstoffbetriebene Fahrzeuge.

  5.  AUFTRAGGEBER KÖNNEN STAGE V VERLANGEN Ja. Auftraggeber können in Projektanforderungen oder Ausschreibungen fordern, dass mit reduzierten Emissionen gebaut werden muss. Stage V kann dann eine Lösung sein.

 

MYTHEN

  1. STAGE V IST FÜR JEDEN OBLIGATORISCH Nein. Für Endbenutzer ist Stage V nicht obligatorisch, sie dürfen auch Maschinen ohne Stage V verwenden. Auch Hersteller von Baumaschinen dürfen weiterhin ältere Motoren einbauen. In ein paar Jahren werden die älteren Maschinen automatisch auslaufen und es wird nur noch Stage V verwendet.

  2. DIESEL IST IMMER NOCH UMWELTVERSCHMUTZEND Ja und nein. Die Emissionen sind minimal, aber nicht Null. In den letzten 20 Jahren hat der Ausstoß jedoch drastisch abgenommen. Als 1999 Stage I eingeführt wurde, lag die Norm für Feinstaub bei 0,54 g/kWh. Heute sind es 0,015 g/kWh, eine Reduktion um ganze 97 %! Der NOx-Ausstoß ist um 96 % gesunken: von 9,2 g/kWh auf 0,4 g/kWh. 

  3. AUFGRUND DES CORONAVIRUS WIRD STAGE V NICHT FORTGESETZT Nein. Die Einführung von Stage V wird sicherlich fortgeführt, aber das Europäische Parlament hat letzte Woche einem Vorschlag aus dem NRMM-Sektor zugestimmt, die Fristen für Motoren bis 56 kW und ab 130 kW um ein Jahr zu verlängern. Der Sektor bestand darauf, da aufgrund der Corona-Krise viel „alte“ Vorräte sonst nicht mehr hätten verwendet oder verkauft werden können, was nicht zu den nachhaltigen Zielen passt.

  4. STAGE V IST DASSELBE WIE EURO 6 Nein. Euro 6 ist die Emissionsnorm für den Straßenverkehr. Stage V ist die europäische Norm für Off-Road-Verkehr (NRMM), d.h. also Baumaschinen und Aggregate, aber z.B. auch (Binnen-)Schiffe. Darüber hinaus gibt es auch noch TIER (Transcript Individual Engine Regulations), eine in den USA verwendete Norm. TIER 4 Final ist mit Stage V vergleichbar.

  5. ELEKTRISCH IST BESSER ALS STAGE V Ja und nein. Elektromotoren verursachen vor Ort keine Emissionen und sind, wenn sie mit grünem Strom aufgeladen werden, umweltfreundlicher als Stage V-Dieselmotoren. Es gibt jedoch nicht für jede Maschine eine elektrische Variante, und dann kann Stage V-Diesel dennoch die sauberste Lösung sein.

STAGE V MIETEN

Wie bereits erwähnt, sind die neuen Maschinen mit Stage V-Motoren recht teuer in der Anschaffung. Kaufen ist deshalb nicht immer eine Option, mieten aber sehr wohl. Boels hat eine umfangreiche Flotte, die mit Stage V-Dieselmotoren ausgestattet ist. Unten findest du eine Reihe der Produkte, die bei uns am häufigsten angemietet werden.

  • Gelenkteleskoparbeitsbühnen, 16 m, (Artikelnummer 18022) oder 26 m (18041)
    Diese Hebebühnen haben einen sehr variablen Bereich und sind sehr wendig. Damit sind sie besonders gut für Arbeiten z. B. in Lagern und Fabrikhallen geeignet. Auch im Freien kommt man mit Gelenkteleskoparbeitsbühnen an Stellen, die mit einer Scherenbühne oder einem Gerüst nicht oder nur schwer erreichbar sind. Sie sind selbstfahrend, haben Vierradantrieb und lassen sich mit dem Auslegearm einfach positionieren. 
  • Raupen-Teleskoparbeitsbühne, 14 m (18011).
    Durch den geringen Bodendruck ist diese Arbeitsbühne auch unter sehr sumpfigen Bedingungen einsetzbar.
  •  Verdichtungswalzen, 7 t (13437) und 12,5 t (13445) sowie Nockenwalzen, 1,5 t (13411), 7 t (13446) und 13 t (12432). 
    Geeignet zum Verdichten und Nivellieren großer Flächen im Erd-, Straßen- und Wasserbau wie z. B. für Fundamente von Straßen, Geländen usw. 13446 und 12432 eignen sich auch für steile Anstiege.
  • Rüttelwalzen, 0,7 t (12401) sowie Tandemwalzen, 1,5 t (13442), 2,4 t (13443) und 2,6 t (12470)
    Für Asphaltierungs- und Verdichtungsarbeiten, wie bei Neubau und Instandhaltung von Straßen, Sport- und Parkplätzen.

Diese und weitere Maschinen mit Stage V-Dieselmotoren sind auf boels.com zu finden.

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